Die Künstlerin Flaka Haliti (*1982, Prishtina) zählt zu den einflussreichsten Stimmen der jungen internationalen Kunstszene. Ihre Werke bestechen durch ihre Leichtigkeit und durch die Gabe der Künstlerin, politischen Zuständen eine poetische Form zu verleihen.
Ihre neue, speziell für die Ausstellungsreihe "Sculpture 21st" geschaffene Arbeit nutzt Überreste der Fenster des Militärhangars der ehemaligen KFOR-Basis in Kosovo, der Heimat der Künstlerin. Diese von dem Sonnenlicht gezeichneten Glaspanele und die dem Müßiggang frönenden Roboter in der Installation „It’s urgency got lost in reverse (while being in constant delay)“ hinterfragen die allgegenwärtige Präsenz des Militärs und die direkten Folgen für unsere Gesellschaft.
Indem sie vormals militärisch genutzte Materialien in friedvolle Skulpturen verwandelt, öffnet Flaka Haliti Räume, in denen Gegensätze aufeinandertreffen und neue Formen des Miteinanders entstehen. Angesichts der Aufrüstung in ganz Europa kann ihr Werk heute aktueller nicht sein.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West sowie durch die Duisburger Akzente.
Die Produktion der Kunstwerke erfolgt mit Unterstützung der Stiftung Stark für Gegenwartskunst, der Christine König Galerie und der Galerie Deborah Schamoni.