Sculpture 21st: Julian Opie

Laufzeit: 5. Juni bis 15. September 2019

Pressetermin: Dienstag, 4. Juni 2019, 11 Uhr

Eröffnung: 5. Juni 2019, 19 Uhr

Im Rahmen von „Sculpture 21st“ zeigt das Lehmbruck Museum in seiner imposanten Glashalle die berühmten Walking Figures des britischen Künstlers Julian Opie. Sie korrespondieren mit der leuchtenden LED-Skulptur Sam, Amelia, Jeremy, Teresa. auf dem Vorplatz des Museums, die in Duisburg ihre Weltpremiere feiert. Die stetige, fließende Bewegung der „Runner“, ihr unaufhörlicher Lauf um den quadratischen Sockel ist hypnotisch; er lässt uns innehalten in den Routinen des Alltäglichen.

 

 „Die Werke Julian Opies zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht. Sie verleihen unserer durch Medien und Werbung geprägten Bildwelt eine zeitgemäße menschliche Anmut,“ so Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums, über das Werk des Londoner Künstlers. Für das Lehmbruck Museum hat Opie speziell ein Ensemble geschaffen, das die Glashalle auf einzigartige Weise mit dem umgebenden Park verbindet.

 

„Ich habe mich für eine kleine, urbane Ansammlung von Metallstatuen auf dem podiumartigen Boden des Museumsraums entschieden, die ich mit einem vierseitigen Denkmal sich bewegender Figuren außerhalb der Glasfassade kombiniere. Die Sammlung konzentriert sich auf den Körper als Skulptur und ich hoffe, diese Tradition in der Bildsprache der modernen Stadt fortzusetzen.“ – Julian Opie

 

High waist shorts und Daisy print, zwei der sieben in der Glashalle ausgestellten, überlebensgroßen Metallstatuen werden in Duisburg zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Ihre klaren einfachen Formen, die an Cartoonfiguren erinnern, werden blitzschnell von den Passanten erfasst und prägen sich nachhaltig in unser Gedächtnis ein. Mit beispielloser Präzision der Linienführung und Farbgebung lenkt Opie unseren Blick auf die urbanen Phänomene unserer Zeit und findet eine einprägsame Gestaltung, um ihr Wesen zum Ausdruck zu bringen. Von Individualität beseelt, lassen sich in seinen Skulpturen Anzeichen von Anonymität und Hast – die typischen Großstadt-Symptome – ablesen. Sie spielen mit Bildern der urbanen Gesellschaft und halten ihr zugleich den Spiegel vor.

 

Opies Skulpturen und Installationen sind häufig im öffentlichen Raum anzutreffen, wo sie mit der Umgebung und den Menschen korrespondieren, Verbindungen eingehen. Ein ähnlicher Effekt stellt sich auch bei dem Ensemble ein, das Julian Opie für das Lehmbruck Museum entworfen hat: Durch die transparente Fassade der Glashalle wirken die Walking Figures in den öffentlichen Raum des umgebenden Parks hinein. Ihre Bewegung, das Durchschreiten der Glashalle, wird im Lauf von  Amelia, Jeremy, Theresa, Sam. beschleunigt. Der Künstler sagt zu seiner Konzeption:

 

„Die sehr schönen und klassisch-modernistischen Ausstellungsräume des Lehmbruck Museums erfordern eine ganz besondere Reaktion und ermöglichen eine dramatische und offene Präsentation der Arbeiten. Die optimistische und erfrischende Architektur macht den sie umgebenden Park zur Kulisse für jede Installation und schafft eine dynamische Beziehung zu den Vorübergehenden.“

Der Künstler

Julian Opie, 1958 in London geboren, zählt heute zu den bedeutendsten Vertretern der New British Sculpture. Nach seinem Abschluss an der renommierten Goldsmith School of Art begann er seine künstlerische Laufbahn Anfang der 1980er Jahre. Mit seiner Teilnahme an der documenta 8 wurde erstmals ein internationales Publikum auf ihn aufmerksam.

 

Julian Opies Werke wurden in zahlreichen Museen auf der ganzen Welt präsentiert. Dazu zählen unter anderem die Hayward Gallery und das Institute of Contemporary Arts (ICA) in London, das Lenbachhaus in München, das K21 in Düsseldorf, das MAK in Wien oder der Mito Tower in Tokyo. Neben seiner Teilnahme an der documenta 1987 waren seine Werke in den Jahren 1993, 2015 und 2017 auf der Biennale in Venedig zu sehen.

Opies Werke sind in international renommierten Sammlungen vertreten, so zum Beispiel im Museum of Modern Art, New York, im Institute of Contemporary Art, Boston, der Tate Britain, London, im Victoria & Albert Museum, London, im Kunsthaus Zürich, im San Francisco Museum of Modern Art, im Stedelijk Museum, Amsterdam, im Institut Valencià d’Art Modern, im Israel Museum, Jerusalem und im National Museum of Art, Osaka.

 

Julian Opie war von 1995 bis 1996 Stipendiat an der British School in Rom und im Atelier Calder in Saché in Frankreich. Eine besondere und ungewöhnliche Anerkennung wurde Julian Opie 2001 zuteil, als er mit dem Musik Week CADS Award für die Gestaltung eines CD-Covers der britischen Band Blur ausgezeichnet wurde.

 

Julian Opie lebt und arbeitet in London.

Förderer

Die Ausstellung „Sculpture 21st: Julian Opie“ wird von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West gefördert. Es ist die zweite Präsentation, die mit Unterstützung der Stiftung der Sparda-Bank West zum Thema „Postdigital“ realisiert wird.

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Über LehmbruckMuseum

In einem der reizvollsten Museumsbauten der Nachkriegszeit präsentiert das LehmbruckMuseum eine einzigartige Sammlung moderner Skulptur. Ausgehend vom Werk Lehmbrucks begegnen sich hier Primitivismus und Kubismus, Abstraktion und Expressionismus, Konstruktivismus und Minimalismus – in Werken von Picasso, Barlach, Brancusi, Dali, Magritte, Beuys oder Serra. Zudem verfügt das Museum über Deutschlands bedeutendste Giacometti-Werkgruppe. Wegweisende Wechselausstellungen und Veranstaltungen sowie die überregional beachtete Kunstvermittlung ergänzen die Sammlung und machen das Haus zu einem Ort der Kommunikation zwischen Mensch und Kunst.

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