Sculpture 21st:

Christian Keinstar

6. April bis 18. Juni 2017

Pressevorbesichtigung: 5. April, 10.30 Uhr

Eröffnung: 6. April, 19 Uhr

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Abb.: Christian Keinstar, Simplifikation, 2017, (c) Keinstar / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Christian Keinstar (*1975 in Dirschau, Polen) ist ein mehr als ungewöhnlicher Bildhauer, der mit seinen Projekten, Performances und Installationen die verblüffendsten Materialitäten, Effekte und Ereignisse erzeugt.

Da leuchten schon einmal aus Betonteilen glühende Eisen hervor, da lässt er blutrotes Löschwasser in der Wüste von Nevada versprühen, erzeugt ein räumlich-akustisches Szenario in einem Transportcontainer oder setzt Objekte unter Spannung. Keinstar entlockt jedoch auch genuin bildhauerischen Verfahren wie dem Modellieren, dem Formen und dem Gießen neue Möglichkeiten, z.B. eine bizarr deformierte Industrie-Gotik.

Als Stipendiat der innogy Stiftung wurde er deshalb eingeladen, im Rahmen der Ausstellungsreihe „Sculpture 21st“ für die dreiseitig verglaste Nordhalle eine umfassende Präsentation zu entwickeln, in deren Zentrum jenes Projekt steht, das er ein Jahr lang im Rahmen des Stipendiums realisiert hat und das einen existenziellen Metallguss in ungeahnter Weise umsetzt.

Im Zentrum der Präsentation steht ein spektakulärer, existentieller Kreislauf: Ein Kopfguss in seltenem Metall wird langsam zum Schmelzen gebracht, in einer Gussform gesammelt, um sich wieder als Kopf neu zu formieren und zu zerfließen… Solche verblüffenden Effekte erzielt Keinstar auch in anderen Ausstellungsstücken, die ungewöhnliche Materialien und Prozesse von Fragmentierung, Dynamisierung und Transformation zeigen.

Christian Keinstar war 2015 Artist in Residence der innogy Stiftung.

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Über LehmbruckMuseum

In einem der reizvollsten Museumsbauten der Nachkriegszeit präsentiert das LehmbruckMuseum eine einzigartige Sammlung moderner Skulptur. Ausgehend vom Werk Lehmbrucks begegnen sich hier Primitivismus und Kubismus, Abstraktion und Expressionismus, Konstruktivismus und Minimalismus – in Werken von Picasso, Barlach, Brancusi, Dali, Magritte, Beuys oder Serra. Zudem verfügt das Museum über Deutschlands bedeutendste Giacometti-Werkgruppe. Wegweisende Wechselausstellungen und Veranstaltungen sowie die überregional beachtete Kunstvermittlung ergänzen die Sammlung und machen das Haus zu einem Ort der Kommunikation zwischen Mensch und Kunst.