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Das Werk Wilhelm Lehmbrucks, des fraglos bedeutendsten deutschen Bildhauers des frühen 20. Jahrhunderts, wird heute neu entdeckt. In der Vortragsreihe „Lehmbruck Lectures“ stellen namhafte Experten und aufstrebende Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse vor. Sie geben Einblicke in Lehmbrucks Werk, in sein Leben und in die Zeit, in der er arbeitete.

Den Auftakt der neuen Vortragsreihe macht die junge Lehmbruck-Forscherin Dr. Teresa Ende am Donnerstag, 15. September 2016, um 18 Uhr mit ihrem Vortrag „Wilhelm Lehmbruck: Geschlechterkonstruktionen in der Plastik“.

„Es freut mich sehr, dass wir mit Dr. Teresa Ende eine junge Kunsthistorikern gewinnen konnten, die mit ihren aktuellen, fundierten Analysen zu Genderfragen der Lehmbruck-Forschung neue Impulse gibt. Mit ihrer gleichnamigen, bedeutenden Publikation von 2015 untersucht sie die stilistische Entwicklung, Arbeitsweise und Ausstellungspraxis des Künstlers“

so Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla.

Wilhelm Lehmbruck gehört mit seinen nach innen gewandten Frauen- und Männerdarstellungen zu den eigenwilligsten und wichtigsten Künstlern der Moderne. Teresa Endes neue Forschungen stellen Wilhelm Lehmbruck als einen nach Innovation und Universalität strebenden Künstler dar, der in seinen Werken ein neues Bild des Weiblichen und des Männlichen entwickelt hat.

 

Dr. Teresa Ende, studierte zwischen 2000 und 2007 Kunstgeschichte und Anglistik an der TU Dresden sowie an der New School University New York. Mit Abschluss ihres Magisterstudiums an der TU Dresden im Jahre 2007 arbeitete sie zwei Jahre lang in der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlung Dresden.

Von 2009 bis 2012 war sie Doctoral Fellow am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft Zürich, um schließlich an der TU Dresden 2012 mit einer Arbeit über „Geschlechterkonstruktion in der Kunst und kritischen Rezeption Wilhelm Lehmbrucks“ zu promovieren. Von 2012 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Kunstgeschichte an der Technische Universität Dresden sowie von 2013 bis 2015 wissenschaftliche Assistentin am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Plastik um 1900, Kunst und Kunsttheorie der Moderne sowie die Genderforschung.

 

Die Vortragsreihe „Lehmbruck Lectures“ knüpft an das Lehmbruck-Symposium von 2015 an und setzt die Forschung zum Werk Wilhelm Lehmbrucks mit drei Abendvorträgen fort.

Wilhelm Lehmbruck: Geschlechterkonstruktionen in der Plastik

Vortrag von Dr. Teresa Ende, Dresden

Donnerstag, 15. September, 18 Uhr

Eintritt 5 Euro

 

Liegender weiblicher Akt, 1913: Betrachtungen eines Gemäldes von Lehmbruck

Vortrag von Dr. Margarita C. Lahusen, Frankfurt/Main

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18 Uhr

Eintritt 5 Euro

 

Lehmbrucks Gedanken: Gedichte, Briefe, Äußerungen

Mit Dr. Marion Bornscheuer und Jörg Mascherrek (Vortrag und Lesung)

Donnerstag, 24. November 2016, 18 Uhr

Eintritt 5 Euro

 

 

Abbildungen:

Wilhelm Lehmbruck, Kniende, 1911, Foto: Diemer.

Wilhelm Lehmbruck, Liegender weiblicher Rückenakt, 1913, Öl, Tempera und Kreide auf Leinwand.

Heinrich Wettig, Wilhelm Lehmbruck, 1903, Öl auf Leinwand, Privatbesitz

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Über LehmbruckMuseum

In einem der reizvollsten Museumsbauten der Nachkriegszeit präsentiert das LehmbruckMuseum eine einzigartige Sammlung moderner Skulptur. Ausgehend vom Werk Lehmbrucks begegnen sich hier Primitivismus und Kubismus, Abstraktion und Expressionismus, Konstruktivismus und Minimalismus – in Werken von Picasso, Barlach, Brancusi, Dali, Magritte, Beuys oder Serra. Zudem verfügt das Museum über Deutschlands bedeutendste Giacometti-Werkgruppe. Wegweisende Wechselausstellungen und Veranstaltungen sowie die überregional beachtete Kunstvermittlung ergänzen die Sammlung und machen das Haus zu einem Ort der Kommunikation zwischen Mensch und Kunst.