BLACKBOX - EIn Spiel mit Wahrnehmung und Deutung

Eine Ausstellung der Kunstvermittlung

31 AUGUST 2015, LEHMBRUCK MUSEUM, DUISBURG
Zusammenfassung
Am 3. September eröffnet das Lehmbruck Museum mit “BLACKBOX“ eine Ausstellung, die den Besucher dazu einlädt, sich selbst mit den eigenen Sinneseindrücken ins Zentrum der Kunsterfahrung zu stellen.

Der Titel der Ausstellung spielt mit dem Modell der „Black Box“, des „Schwarzen Kastens“, dessen Inneres uns verborgen bleibt, ebenso wie das Wissen, das in Bildern, Objekten und Installationen eingeschlossen ist. Es braucht immer den Besucher, der dieses eingeschlossene Wissen in eine subjektive, sinnliche Erfahrung überführt: den Klang einer Farbe, die Dynamik einer Bewegung, die Beschaffenheit einer Oberfläche. Sie zeigen sich nur, wenn es jemanden gibt, der dem Kunstwerk seine Aufmerksamkeit schenkt.

Die präsentierten Arbeiten sind Angebote, Vorschläge, aber auch Statements und Fragen. Sie rufen sinnliche Erlebnisse in uns wach und laden uns ein, sie zu deuten und zu handeln. Die Besucher können dabei eine aktive Haltung gegenüber den Exponaten einnehmen, um sich ihre eigene Realität zu schaffen. Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Markus Raetz, Troika, Dejan Saric oder Venske und Spänle werfen Fragen auf und fordern unsere Kreativität heraus.

Wir sehen, riechen, hören, schmecken, tasten. Was ein Kunstwerk auslöst und was wir interpretieren, hängt jedoch von den subjektiven Gefühlen, Erfahrungen, den individuellen Wahrnehmungsmustern und den Strategien diese zu deuten ab. So eröffnet sich ein großer Spielraum. In der Kunst ist diese Vielfaltangelegt und die Ausstellung „BLACKBOX“ bietet ein reiches Reservoir, das unsere Kraft der Imagination aktiviert. So legt sie die Deutungshoheit in die Hände unserer Besucher.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 3. September, 19 Uhr, findet eine Performance im „Schokoladenbad“ von Sonja Alhäuser statt. Ein Performer steigt dabei in ein Bad voll flüssiger Schokolade und taucht darin unter. Befragt man die Künstlerin nach ihrem Verhältnis zu Süßigkeiten, antwortet Alhäuser: „Es ist sehr gespalten. Es kommt – wie bei vielen Dingen – auf die Dosis an. Bei allem, was schön ist und Spaß macht, wie eben das Essen und Naschen, überschreitet man schnell die Grenzen und so kippt das Sinnlich-Schöne in den Überdruss.“ (Zit. Alhäuser. Heinz-Norbert Jocks, Kunst auf Dessertebene. Ein Gespräch mit Sonja Alhäuser, in: Kunstforum international, Band 159, 2002, S. 144ff)

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Über LehmbruckMuseum

In einem der reizvollsten Museumsbauten der Nachkriegszeit präsentiert das LehmbruckMuseum eine einzigartige Sammlung moderner Skulptur. Ausgehend vom Werk Lehmbrucks begegnen sich hier Primitivismus und Kubismus, Abstraktion und Expressionismus, Konstruktivismus und Minimalismus – in Werken von Picasso, Barlach, Brancusi, Dali, Magritte, Beuys oder Serra. Zudem verfügt das Museum über Deutschlands bedeutendste Giacometti-Werkgruppe. Wegweisende Wechselausstellungen und Veranstaltungen sowie die überregional beachtete Kunstvermittlung ergänzen die Sammlung und machen das Haus zu einem Ort der Kommunikation zwischen Mensch und Kunst.

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